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  • Zeitarbeit: 4.000 Ärzte in Krankenhäusern sind betroffen

    Dass es in Deutschlands Kliniken und Praxen an Fachpersonal mangelt, ist hinreichend bekannt. Doch ein weiterer Umstand belastet die Arbeitssituation in den medizinischen Einrichtungen des Inlands zunehmend: Viele Stellen für Mediziner werden mit Ärzten auf Zeit besetzt. Laut Schätzungen des Bundesverbandes der Honorarärzte sind deutschlandweit etwa 4.000 Ärzte und Ärztinnen Zeitarbeiter. Das Modell erfährt dabei eine wachsende Tendenz. Wie RP-online berichtet, können Kliniken nicht mehr auf Honorarärzte verzichten, da sie viele freie Ärztestellen nicht mehr dauerhaft belegen können. Die Ärztevermittlung ist bundesweit ein wichtiges Thema, denn der medizinische Nachwuchs reicht nicht aus, um alle Ärztejobs zu besetzen.

    Doch eine ideale Lösung sind Ärztestellen auf Basis von Zeitarbeit nicht. „Honorarärzte belasten die Krankenhausstrukturen", erklärt Lothar Kratz, Pressereferent der Krankenhausgesellschaft NRW. Sie kosten insgesamt mehr als fest angestellte Ärzte und verhindern zwangsläufig das Teamwork von eingespieltem Personal. Darunter leiden die Versorgungsprozesse in den Kliniken. Deshalb bleiben spezialisierte Personalservices für Mediziner auch in Zukunft wichtig und gewinnen sogar an Bedeutung. Denn sie vermitteln gezielt Festanstellungen an kompetente Ärzte und Pfleger und helfen so dabei, die Handlungsabläufe in Gesundheitseinrichtungen zu stabilisieren. Ein Wandel des Stellenmarkts im Gesundheitswesen weg von der Zeitarbeit, hin zu dauerhaft mehr Mediziner-Nachwuchs für die Besetzung freier Arztstellen wäre wünschenswert.