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  • Immer mehr pensionierte Mediziner werden reaktiviert

    Der Stellenmarkt für Ärzte quillt über vor Jobs für Fachärzte; in Deutschland gibt es so viele Stellen im Gesundheitswesen wie selten. Um diesen Mangel entgegen zu wirken, werden jetzt in Berlin zunehmend Mediziner „a.D." in die Arbeitswelt zurück geholt. Sie werden als Aushilfsärzte eingesetzt und unterstützen so überfüllte Praxen als Staulöser. Diese Form der Ärztevermittlung hilft Medizinern im Dienst vor allem bei der Bewältigung des Patientenandrangs. Entwickelt wurde die Idee von einer Berliner Agentur. Chefin Sabine Lizarraga ist gelernte Altenpflegerin und hat den Bedarf während der Arbeit erkannt.

    Die Berliner Zeitung bezeichnet die neuen Aushilfsärzte kühn als „Opa-Ärzte". Tatsächlich ist die Vergabe solcher Jobs an Ärzte im Ruhestand rechtlich kein Problem, da die Altersgrenze von 68 Jahren bereits seit 2008 aufgehoben wurde. Die Maßnahme sollte dem schon damals drastischen Ärztemangel entgegen wirken. Die Stellenangebote in den Jobbörsen für Mediziner haben seither weiter zugenommen. Eine praktikable Lösung gegen den Ärztemangel wurde noch immer nicht gefunden. Das Berliner Modell könnte auch für andere deutsche Städte interessant sein. Personaldienstleister für Mediziner würden dabei eine tragende Rolle bei der Vermittlung zwischen den Ärzte-Generationen spielen und das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage in puncto Jobs für Ärzte ein Stück weit ausgleichen.