• 01.Für Bewerber
  • 02.Für Unternehmen
  • 03.Stellenmarkt
  • 04.Über uns
  • 05.Kontakt
  • Gesundheitsexperten kritisieren Verwaltungsaufwand in Krankenhäusern und Praxen

    Die gesetzlichen Krankenkassen verursachen einen unnötigen Papierkrieg für Ärzte und Pflegepersonal und lenken sie von ihren eigentlichen Aufgaben ab. Das beanstanden unter anderem Karl Lauterbach, Gesundheitsexperte der SPD, und Theodor Windhorst, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe. Als Referenz dieser Aussage dient eine aktuelle Studie des Consulting-Unternehmens A. T. Kearny. Diese ergab, dass 2010 von den gesetzlichen Krankenkassen 176 Milliarden Euro allein für bürokratische Aufgaben verwendet wurden. Dieser Kostenaufwand lässt sich auch auf das Personal übertragen, denn Ärzte und Pfleger müssen die Verwaltung stemmen. Neben den immensen Kosten, welche die Versicherten tragen, wird zudem der Arztberuf völlig bürokratisiert. Die Versorgung der Patienten bleibt dabei auf der Strecke.

    Die Stellen für Ärzte und Pflegepersonal in Kliniken und Fachpraxen erfordern auch ohne die Dokumentationspflicht einen hohen persönlichen Einsatz. Viele Jobs für Mediziner bleiben unbesetzt und müssen deshalb vom vorhandenen Fachpersonal übernommen werden. Windhorst kritisiert, dass der Ärzteberuf unter dem herrschenden „Bürokratie-Wahnsinn" weiter an Attraktivität verliere. Doch eben diese sei wichtig, um freie Jobs für Mediziner zu vermitteln. Damit sich die Ärzte wieder ihrer eigentlichen Aufgabe - der medizinischen Versorgung von Patienten - widmen können, fordern Experten den Abbau des Verwaltungsaufwands. Das spare nicht nur Kosten, sondern würde auch die Stellenvermittlung von Medizinern im Inland erleichtern.